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Reiseblog Sprachreise Totnes – Cultural Experience meets Sustainability – eine spannende Mischung

By | Allgemein, Sustainability

Tolle Workshops Nachhaltigkeit in Totnes Pflanzinitiative
“Incredible Edible”- eine der Nachhaltigkeitsinitiativen in der Transition Town Totnes”

Seit Anfang August hält sich unsere Sprachreise-Teilnehmerin Regina in Totnes auf, wo Sie einen  Sprachkurs mit einem Praktikum bei der Transition Town Totnes Initiative kombiniert. Regina hat viele Jahre Berufserfahrung im Bereich Umwelt und Nachhaltigkeit, die Sie im Praktikum einbringt.

Die Transition Town Totnes im Südwesten Englands steht weltweit für viele neue Gedanken und Ideen, wie nachhaltige Entwicklung in der lokalen Community gelebt werden kann, wie regionale Ernährung aussieht, Upcycling, Repair Workshops und vieles, vieles mehr.

Woche 1 (5.-12.8.2018):

Überstundenabbau und Resturlaub ermöglichen mir, einer 50-jährigen Umweltingenieurin, in diesem Sommer zwei ganze Monate Urlaub zu nehmen. Was für eine einmalige Gelegenheit. Was mache ich mit der Zeit? Um besten das Angenehme mit dem Nützlichen verbinden. Nach England fahren, um meine Englischfähigkeiten zu verbessern, und gleichzeitig Spaß haben und vielleicht noch ein paar Anregungen und neue Ideen „fürs Leben“ mitbekommen. Um alles zu kombinieren, bin ich in die Transition Town Totnes gefahren, eine kleine Stadt im Südwesten Englands mit über8.000 Einwohnern, die für ihre viele Nachhaltigkeitsaktivitäten bekannt ist.

Die erste Woche war zum Ankommen, zum Entspannen und zur Unterhaltung. Ich hatte den Sprachkurs „Cultural Experience“ belegt und war im kleinen Bed&Breakfast „Living Lightly“ untergebracht. Der umfassende Nachhaltigkeitsansatz der Betreiberin Holly hat mich sogar dazu motiviert, meine Reise nicht mit einer klimaschädlichen Flugreise zu beginnen, sondern mit dem Zug anzureisen. Als ich letztlich nach fast 20-stündiger Reise um Mitternacht im B&B ankam, müde und ziemlich genervt wegen der mehrstündigen Zugverspätung, fand ich einen handgeschriebenen netten Willkommensgruß im Flur und einen selbstgebackenen Bioapfelkuchen in meinem Zimmer, welches wirklich sehr hübsch und stilvoll eingerichtet war (natürlich sämtliche Einrichtung aus gebraucht gekauft bzw. in Bioqualität oder von örtlichen Handwerkern). Dies alles ließ mich die Strapazen der Reise schnell vergessen.

Meine Kleingruppe im Sprachkurs „Cultural Experience“ bestand aus drei sehr netten und klugen Chinesinnen, die zufällig alle Englischlehrerinnen waren, und mir. Mit unserer etwas älteren Englischlehrerin machten wir tägliche Ausflüge zu diversen sehenswerten Orten. Glanzstück der Ausflüge war der Round Robin, ein Rundkurs mit vier Verkehrsmitteln: Zunächst die Fahrt im oben offenen Doppeldecker (oben ganz vorne natürlich) an die Küste, von dort mit einer urigen Dampflok an der Küste entlang zur Mündung des River Dart, dort mit der Fähre übersetzen, ein kleiner Spaziergang zur alten kanonenreichen Burg, die gegen die Spanier verteidigte, und zum Schluss den Dart hinauf auf einem Dampfer durch wunderschöne Landstriche und am Sommersitz von Agatha Christie vorbei zurück nach Totnes. Und das alles bei strahlendem englischen Sonnenschein. Auch die anderen Ausflüge waren sehr nett, wenn auch teilweise zeitlich etwas knapp geplant, u.a. in die Hafenstadt Plymouth, ins Dartmoor und auf das ehemalige Anwesen des englischen Weltumseglers aus dem 16. Jahrhundert Sir Francis Drake. Während der Ausflüge konnte ich die Gelegenheit nutzen, mit der Englischlehrerin oder den Chinesinnen zu plaudern, welche erzählten, dass in ihre Schulklassen je 60 Schüler gehen.

Häppchenweise bekam ich schon in der ersten Woche etwas von Totnes als „Transition Town“ mit, denn Totnes ist bekannt für seine Nachhaltigkeitsbewegung. In der Tat gibt es hier so viele Initiativen und Aktivitäten, wie man sich kaum für eine 8500-Einwohner-Stadt vorstellen kann. Es gibt in der gesamten Innenstadt nur kleine Einzelgeschäfte, (außer Banken) keine Ladenketten wie Starbucks, erstaunlich viele Bio-Bäckereien und vegetarische Cafés mit regionalen Speisen. Beim Stadtspaziergang „Transition Walk“ ließ ich mir zusammen mit Nachhaltigkeitsfans aus Korea, den USA, Spanien, Deutschland und Großbritannien die Grundlagen der „Transition Town“-Bewegung erläutern. Ein schönes Projekt ist auch „Incredible Edible“ (siehe Foto). Von der Gemeinde nicht mehr zu unterhaltende steinerne Blumenpflanzringe werden seit 6 oder 8 Jahren von Freiwilligen mit Essbarem bepflanzt, bewässert und in Schuss gehalten. Jede Woche gibt es Treffen aller regelmäßigen und vorübergehenden Freiwilligen. Dabei lernte ich vier sehr nette TotneserInnen und ein paar gärtnerische Vokabeln kennen und durfte die Pflanzgefäße gut wässern, denn auch hier herrschte Sommer-Trockenheit.

Wochen 2+3 (13.-26.8.2018):

Mein siebenwöchiger Aufenthalt in Totnes im Südwesten Englands hatte mit einer Woche voller Ausflüge mit der Sprachschule angefangen. Ab der zweiten Woche wohnte ich bei einer von der Totneser Sprachschule vermittelten Gastmutter und begann mein 6-wöchiges Praktikum. Ich habe es ja so gewollt. Statt eines wochenlangen Urlaubs am Strand wollte ich lieber ein Praktikum im Büro der Transition Town Totnes (TTT) machen.

Meine Gastmutter wohnt in einer Doppelhaushälfte direkt im Zentrum von Totnes. Bis zum TTT-Büro sind es nur zwei oder drei Minuten zu Fuß. Meine Gastmutter ist großartig – wir plaudern gut und gerne beim Dinner, das sie mir jeden Abend zubereitet. Sie kocht wirklich lecker und viel mit Bio-Lebensmitteln und meist vegetarisch.

Im TTT-Büro

Am Anfang der zweiten Woche kam ich also zum ersten Mal ins TTT-Büro. Dort erwartete mich ein Großraumbüro, das sich mehrere junge Frauen (und wohl auch ein-zwei Männer) teilen, die dort jeweils in Teilzeit (von ca. 1 bis 3 Tagen pro Woche) arbeiten. Ab und zu schauen auch weitere Ehrenamtliche vorbei, bisher alles Frauen des mittleren bis fortgeschrittenen Alters. Allesamt hochmotiviert, engagiert, professionell, arbeiten hart an ihren Projekten (für eine bessere Zukunft). Sie hießen mich herzlich willkommen und kein Tag vergeht, an dem sie mir nicht einen Tee anbieten. In ihrer Auswahl an Teetassen fanden sich auch zwei besondere Exemplare: An die Hochzeit 1981 von Prince Charles und das Hochzeitskleid von Lady Diana kann ich mich noch gut erinnern. Einige meiner Kolleginnen im TTT-Büro mussten jedoch zugeben, dass sie zu diesem Zeitpunkt noch gar nicht geboren waren.

Lady Di prince Charles Tassen Sprachreise EnglandDie TTT-Mitarbeiterinnen arbeiten an unterschiedlichen Projekten zu nachhaltiger Ernährung, nachhaltigem Wohnen und Mobilität, es gibt auch soziale Themen. Die Arbeit in den ersten zwei Wochen habe ich als ganz schön anstrengend empfunden, auch wenn die Arbeitszeiten von 10 bis 17 Uhr (mit Mittagspause) wirklich sehr human sind.

Forking Local Food Festival

Gleich vom ersten Tag an ging es konkret zur Sache mit der Vorbereitung des „Forking Local Food Festivals“, eines Biomarktes auf der kleinen Halbinsel mitten im Fluss Dart, der durch Totnes fließt.

Praktikum Nachhaltigkeit England Forking Food Festival LocationDas Food Festival wird im September als krönender Abschluss an meinem letzten englischen Wochenende stattfinden. Ich musste Rechnungen zu schreiben, E-mail-Kontakt mit Standbetreibern aufbauen, Antragsformulare ausfüllen, einen Generator mieten, da die Halbinsel keinen Stromanschluss besitzt (einen Wasseranschluss übrigens auch nicht), Flugblätter mit Veranstaltungsankündigungen im Ort in den Cafés, Läden und öffentlichen Schwarzen Brettern aufhängen, Angebote einholen etc. Für mich gar nicht so einfach. Ich gebe mir Mühe, so wenig sprachliche Fehler wie möglich zu machen und lese jede E-Mail mehrmals durch, ob sie wohl so in Ordnung ist, ganz schön anstrengend, aber es schult meine Praxis ungemein.

Das Besondere an diesem Biomarkt ist, dass alles, was darauf angeboten wird, aus einem Umkreis von 30 Meilen rund um Totnes stammen muss. Das heißt, auch das Getreide und die Eier für alle Kuchen, müssen vor Ort angebaut und verarbeitet worden sein. Also wird es auch keinen Kaffee und keinen Tee (außer Kräutertee) geben dürfen, da diese Importwaren sind! Bin mal gespannt, wodurch diese Getränke ersetzt werden.

„Holly-Days“: Die Praxistage bei „Grown in Totnes“

Als Holly, die Betreiberin des nachhaltigen Bed&Breakfast, in dem ich die erste Woche verbrachte, mir ihr sehr leckeres Frühstück “Eggs Florentine” (pochierte Eier auf Toast mit Grünkohl und selbstgemachter Sauce Hollandaise) servierte, wusste ich noch nicht, dass ich schon ein paar Tage später für Hollys TTT-Projekt „Grown in Totnes“ zur Stärkung der lokalen Landwirtschaft mitarbeiten würde.

Jeden Donnerstag gehe ich nun zum Praxistag, eine nette Abwechslung zwischen den Bürotagen. Hierzu sind auch ausdrücklich Freiwillige eingeladen, sowohl Einheimische als auch BesucherInnen aus der ganzen Welt (wie z.B. Chile, Litauen, Italien), die TTT praktisch miterleben wollen und meist etwa 3 bis 4 Tage in Totnes bleiben. Einmal fuhren wir zu einer Farm in der Nähe, die etwa 5 Tonnen Weizen für das Projekt angebaut hatte, und halfen, das Getreide in große Bigbags abzufüllen.

Lokales Getreide Transition Town Totnes InitiativeDa es sich um alte Sorten mit entsprechend tieferen Wurzeln handelte, hat ihnen der auch hier herrschende sehr trockene Sommer zum Glück nicht so viel ausgemacht. Meine Güte, ganz schön staubig. Ansonsten finden die Arbeitseinsätze im Betrieb „Grown in Totnes“ statt, wo es gilt, das Getreide zu säubern, mahlen, sieben und in Tüten für den Verkauf abzuwiegen. Im 7-Minuten-Youtube-Video erklärt Holly sehr anschaulich ihre ganzen Gerätschaften in Aktion, denen sie sympathischerweise Vornamen gegeben haben z.B. die Mühle „Meredith Mill“ und das Sieb „Simon Sieve“.

England ist anders

Woran ich mich fast noch schwerer gewöhnen kann als an den Linksverkehr: Man muss hier die Türklinken alle fast um 90 Grad bis in die Senkrechte herunterdrücken, bis man die Tür aufgeklinkt hat. Liegt’s an England oder liegt es daran, dass Totnes eine kleine hügelige Stadt mit alten Häusern ist? Alles ist hier ganz schön eng. Es fängt mit den Straßen und Gassen, inklusive der Hauptstraße, an und geht weiter über die schmalen Reihenhäuser mit ihren noch schmaleren Gärten. Auch in den Cafés muss man sich vorsichtig zwischen den Stühlen und Tischen entlangquetschen. Totnes ist außerdem ziemlich hügelig. Urig: Etliche der Gassen sind von alten Steinmauern begrenzt, auch viele der älteren Häuser bestehen aus Naturstein.

Steinhäuser Bridgetown TotnesWas ich überhaupt nicht nachvollziehen kann, ist, dass es hier überall zwei getrennte Wasserhähne für kaltes und heißes Wasser gibt. Wie zapft man lauwarmes Wasser, um sich weder zu verbrühen, noch im Winter zu erfrieren? Das Öffnen und Schließen der zweigeteilten Fenster zum Hochschieben – wie aus einem amerikanischen Film – ist auch eine Herausforderung an sich.

Lokal einkaufen

In den gesamten bisherigen drei Wochen habe ich der Versuchung widerstanden, beim großen örtlichen Supermarkt einzukaufen. Mit Absicht habe ich nur in den kleinen Läden der Innenstadt eingekauft, um selber auszuprobieren, wofür das TTT-Projekt Totnes10 sich einsetzt: Jeder soll versuchen, 10 % seiner Lebensmittel aus lokalen Quellen einzukaufen. Aber leicht fällt es mir nicht, auf den Supermarkt zu verzichten, schon weil man immer die ganze steile Hauptstraße mit den sehr schmalen Bürgersteigen auf- und ablaufen muss, um zu allen verschiedenen Geschäften zu kommen, und insbesondere weil die kleinen Läden um 17 Uhr oder spätestens 17:30 Uhr schließen. Bei einem Job/Praktikum bis 17 Uhr praktisch kaum noch möglich, etwas einzukaufen. Naja, der Ehrlichkeit halber für mich als spät beginnende Praktikantin doch möglich: Meist gehe ich morgens ein paar Minuten früher los und kaufe vor 10 Uhr ein – viel brauche ich ja auch nicht, ich krieg ja Dinner bei der Gastmutter.

Pulsierenden Kulturleben

Dass ich wirklich im Urlaub bin, merke ich auch daran, dass ich hier viel vom örtlichen Kulturprogramm mitmache. Und hier gibt es wirklich einiges zu erleben. Bedenkt man außerdem, dass Totnes nicht einmal 10.000 Einwohner hat, ist es gar überwältigend!

Stadtzentrum Totnes Sprachreise und Praktikum EnglandNeulich nahm meine Gastmutter mich mit zum Pub um die Ecke und wir lauschten einer urigen Ukulele-Band. Wie es sich gehört, habe ich dabei auch Einheimische kennengelernt, und zwar zwei RentnerInnen, die ehrenamtlich in einem der zahlreichen Charity-Shops arbeiten, die sich entlang der Hauptstraße aneinanderreihen und für die unterschiedlichsten Zwecke wie Krebsforschung, Tierheime, Hospize, Oxfam sammeln. Natürlich bin ich gleich am nächsten Tag in deren Charity Shop gestiefelt, war von dessen gut sortiertem reichhaltigen Sortiment von Kleidung bis zu Büchern beeindruckt und habe mir dort wohlfeil einen netten Sommerroman gekauft – liest sich gut, unterhaltsam und nicht zu schwer!

Der jährliche Karnevalsumzug durch den Ort gehörte leider nicht zu den kulturellen Highlights, origineller war ein paar Tage später das historisch motivierte „Orangenrennen“, irgendwie witzig, wenn auch nicht ganz ungefährlich.

Orangenrennen Totnes Sprachreise EnglandDer berühmte Seefahrer Sir Francis Drake muss vor etwa 400 Jahren einmal in Totnes gewesen sein, als ihm eine Kiste Orangen umgefallen war, die die abschüssige Hauptstraße runterkullerten, und alle Leute liefen hinterher. So laufen in unterschiedlichen Wettbewerben die Totneser einmal jährlich die steile Hauptstraße zum Fluss hinunter und folgen ihrer kullernden Orange. Und auf dem großen Musikfestival „Sea Change 2018“ konnte ich am Wochenende ein paar typisch britische junge Bands kennenlernen.

*

In der Zwischenzeit ist Regina zurück in Deutschland und fasst ihren Aufenthalt folgendermaßen zusammen:

Vielen Dank an Frau Berné für die Organisation meiner 7-wöchigen Reise im Sommer 2018 nach Totnes mit Sprachkurs und Praktikum („placement“). Hätte ich meinen Auslandsaufenthalt auch alleine ohne Frau Bernés Vermittlung so hinbekommen? Ich würde sagen: Nein.

  1. Frau Berné hat sich schon im Vorfeld im Herbst 2017 genügend Zeit für die persönliche Beratung genommen, als ich noch nicht genau wusste, wohin ich genau fahren wollte. Aus ihrer vielfältigen Erfahrung hat sie mir wichtige Hinweise gegeben, was Entscheidungskriterien und Bewerbung betraf.
  2. Irgendwie verließ mich dann zwischendurch der Mut, ob ich wirklich 7 Wochen Urlaub nehmen und ohne Familie nach England gehen sollte. Daher zögerte ich das Bewerbungsschreiben über Monate heraus. Hätte Frau Berné sich nicht regelmäßig gemeldet und mich taktvoll erinnert und ermuntert, wäre es vielleicht gar nichts mehr geworden. Doch ein Glück ließ sie nicht locker, und nach Ostern 2018 sendete ich die Bewerbung ab! Die beste Entscheidung der letzten Jahre!
  3. Nach der Anmeldung wickelte Frau Berné alles Organisatorische schnell und professionell mit der Sprachschule in England ab, sodass ich bald zwei wirklich spannende Praktikums-Angebote bekam. An dieser Stelle ermöglichte mir Frau Berné den direkten Kontakt zur Sprachschule und zum Praktikums-Anbieter, sodass ich im Juni ziemlich aufgeregt mein allererstes Skype-Interview absolvierte. Hurra! Ich bekam eine Zusage der Transition Town Totnes, ein wirklicher Traum-Platz!

Das Praktikum bei Transition Town Totnes war großartig. Ich habe wunderbare engagierte Leute kennengelernt und fachlich in zwei abwechslungsreichen Projekten zur nachhaltigen Ernährung mitarbeiten dürfen. Die meisten Arbeiten konnte ich sehr selbständig bearbeiten. Bei Fragen waren die Kolleginnen alle sehr hilfsbereit. Tage am Schreibtisch wechselten mit dem praktischen Donnerstag in der Getreidemühle ab. Meine über Frau Berné von der Sprachschule vermittelte Gastmutter war einfach genial. Wir passten von der Wellenlänge sehr gut zusammen, und sie kochte jeden Abend sehr leckeres Dinner, oft aus regionalen und Bio-Zutaten. Dass ich nach Totnes statt in eine größere Stadt gegangen bin, habe ich keine Minute bereut, denn in dieser kleinen Stadt im Südwesten Englands pulsiert auf engem Raum das Leben: Bioläden, vegetarische Cafés, sehr viel Inspiration und konkrete erfolgreiche Projekte für einen nachhaltigen Lebensstil, Totnes Pride, Orangenrennen, ein eigenes Kino, wunderschöne Spazierwege am River Dart, ein eigener Weinberg, aufgeschlossene an Umwelt und Nachhaltigkeit interessierte Einwohner, ein Musikfestival, Edutainment-Theater usw. Ich bin so froh, dass ich mir diesen Sommer die zwei Monate frei genommen habe! Ich habe so viele neue Eindrücke gesammelt, habe hart im Praktikum gearbeitet und mich gleichzeitig wunderbar erholt, habe den ganzen Tag englisch gesprochen und auch viele englische E-mails geschrieben, hatte viele Gelegenheiten, meinen eigenen Lebensstil kritisch zu hinterfragen, habe schöne Ausflüge gemacht. Eine wirklich nachhaltige Erfahrung! Vielen Dank, Frau Berné, für Ihre professionelle und gleichzeitig sehr persönliche und stets umgehende Betreuung von den ersten Vorbereitungen bis nach Reiseende.

Interessieren Sie sich für ein Praktikum in Totnes, oder auch ein Praktikum in Ecuador, Kolumbien, Australien, Indien, Südafrika oder Neuseeland, dann schreiben Sie uns eine ANFRAGE. Der Schwerpunkt liegt bei uns auf dem Thema Nachhaltigkeit, in jeglicher Branche, wirtschaftlichen, kulturellen, sozialen oder ökologischen Arbeitssituation.

 

 

Energy & Environment Summer School Grande Ecole Paris

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Summer School Paris – Energie, Umwelt, Nachhaltigkeit

Edu-Seasons stellt insbesondere Study Abroad Programme vor, die Bildung für Nachhaltigkeit inhaltlich und konzeptionell umsetzen. In Zusammenarbeit mit der ECE Paris (École d’ingénieurs und Grande École) präsentieren wir das englischsprachige Sommerseminar “Energy & Environment”.

Termin: Montag 2.Juli – Donnerstag 26.7.2018

Total ECTS: 9
Total contact hours: 72
Mindestalter: 18 Jahre, Undergraduate Level
Programmsprache: Englisch
Programgebühr: 1.850€
Campus: im Herzen von Paris ECE Paris – Campus Eiffel I, 10 Rue Sextius Michel, 75015 Paris
Certificate awarded by: ECE Paris Graduate School of Engineering

Programm und Lernziele:

This seminar is composed of a set of 3 courses (3x24h, 3x3ECTS) ; its main objective is to provide students with engineering knowledge and techniques for understanding, assessing, and mitigating environmental issues associated with energy production, efficiency rating, storage, transmission, integration in existing portfolio, and consumption.

Students will learn :

 basic knowledge needed in order to understand today’s energy challenges;

 basic theories of different sources of energy production, transport and storage, and how to perform feasibility studies related to the sources of energy;

 basic knowledge needed to quantify and evaluate any environmental impacts associated to energy production, transport, storage and use depending on the considered source of energy.

Programmpreis beinhaltet:

  • Orientation/Welcome Event
  • Weekly cultural visits/activities
  • Computer accounts at the school (WIFI access)
  • Access to the school’s Media Center
  • Official Transcripts of grades
  • Program Certificate
  • Certificate Ceremony

Weitere Programme aus der ECE Summer School Reihe in 2018: 

(1) Operating Systems, (2) Web Application Developpement, (3) Augmented & Virtual Reality in our society, sensors & Network infrastructure

Bitte übermitteln Sie uns Ihre Anfrage an info@edu-seasons.com oder rufen Sie uns an unter 030 120 204 86.

Ausführliche Informationen zum Programm finden Sie im PDF
ECEParis_CampusEiffel_SummerSchool_EnergyEnvironment_2017-2

NEU ! Cutting Edge Green – Sustainability Study Touren nach London

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London ist eine der europäischen Städte, in der nachhaltige Entwicklung besonders in der Stadtentwicklung, grüner Architektur und ganz allgemein im täglichen Zusammenleben mehr und mehr in den Vordergrund rückt.

Wir empfehlen daher Sustainability Study Touren für Studiengruppen aber auch Abiturklassen, die durch das Kennenlernen besonders nachhaltiger Projekte in Sustainable Urban Development, Green Architecture, Educating Sustainable Communities, CSR oder auch Sustainable Tourism, eigene Ideen und Konzepte voranbringen können – als Inspiration, Ansporn und vielleicht auch als Teil eines immer grösser werdenden internationalen Think Tanks. Gleichzeitig können Englischkenntnisse angewandt und verbessert werden.

Diese Gruppenreisen werden ganzjährlich für Studenten und Abiturienten zu moderaten Preisen angeboten. Weitere Informationen dazu auf unserer

Edu-Seasons Study Tour Webseite HIER .

NEU in der Auswahl sind folgende Thementouren mit einer kurzen inhaltlichen Beschreibung:

King’s Cross Regeneration and Innovation Tour – Sustainable Urban Development

Sustainable Architecture Tour – Green Building

Cutting Edge Green Tour -London’s greenest products, innovative eco restaurants, sustainable architecture and best regenerated communities

King’s Cross Regeneration and Innovation Tour

King’s Cross is currently the largest building site in Europe. What was largely a derelict wasteland is fast becoming a hub of international business, culture and education. What was a slum will soon rival the South Bank. And what’s more, this transformation is pioneering in terms of heritage and sustainability. There is so much to learn from this development, and it’s little wonder that some of the world’s biggest and most innovative businesses are rapidly buying up office space. This tour gives you a first-hand look at what’s happening, and provides eye-opening insight into one of the world’s most significant regeneration projects.

Such is the scale, imagination and significance of the regeneration project, we think it may well become the template for urban development the world over. So this tour will undoubtedly be fascinating for any inquisitive mind.

Highlights Include:

●       The stunning new campus of London’s biggest Arts University

●       Completely new public spaces, including one the size of Trafalgar Square

●       Incredible new eco-initiatives from green walls and skip gardens to innovative sustainable architecture – all of which have helped the development attain a sustainability rating of BREEAM excellent

●       London’s newest and most exciting art and office space – the new home of The Guardian

●       London’s most talked-about street food collective

●       In-depth context and theory to show how this project will become a template for urban development worldwide

Sustainable Architecture Tour

Can eco-architecture be pleasing to the eye? Can skyscrapers be truly sustainable? Find out for yourself on this fascinating tour of London’s greenest, most innovative architecture. From London’s most futuristic buildings to structures that aren’t even complete yet, we’ll cover 15 different approaches to eco architecture, opening your eyes and giving you new ideas about putting sustainability into practice.

The tour also covers London’s visionary plans for public transportation, better urban infill and smart growth, and green social design – showing you that it’s not just buildings that make London one of fastest-developing green cities. You will learn what makes buildings sustainable, covering a range of different approaches to sustainability including new technologies, green roofs, alternative materials and sustainable policies, but also why they’re trying to be sustainable and what the future of sustainability might look like.

The tour can be tailored to every knowledge level. So whether you’re starting out in sustainability, or a you’re an established green architect, we’ll make sure you have an enjoyable and informative time.

London Sustainable Architecture Tour highlights include:

●       The world’s first building with integrated wind turbines

●       Trying suction toilets that use 80% less water

●       A building held up using nothing but plastic

●       Some of the most effective ways to make a building sustainable – without spending any money

●       The green rooftop park that’s one of London’s best kept secrets

●       Finding out what BREEAM actually stands for!

Cutting Edge Green Tour

Take in London’s greenest products, innovative eco restaurants, sustainable architecture and best regenerated communities – in just three hours. Insider London’s Cutting-Edge Green Tour has been totally revamped for 2013, taking in everything from the smallest eco-product to the largest, healthiest communities.

Hear about the relevant policies and community initiatives and discuss the wide variety of communication approaches that different initiatives take. Learn sustainability principles in an enjoyable and engaging way and take in new approaches on sustainability that move the agenda forward in new and interesting ways.

The Green Tour covers over 20 stops – highlights include:

●       Visiting the site that kick-started London’s network of sustainable businesses

●       Seeing the world’s first building with integrated wind turbines

●       Learning about the green features of icons such as the London Eye and the Gherkin

●       Seeing the first electric car charging point in London, and learning about the capital’s ambitious sustainable transport plans

●       Discovering a range of ground breaking eco-hotels, including the Savoy‘s impressive eco-refit

●       Exploring the largest, healthiest community in London

 

 

Wir engagieren uns für nachhaltige Bildung im frühkindlichen Bereich und brauchen Ihre Unterstützung

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Liebe BesucherInnen der Edu-Seasons Webseite, insbesondere liebe Eltern,

als Gründerin von Edu-Seasons liegt mir im Bereich der Bildung für Nachhaltigkeit ganz besonders das Konzept des lebenslangen Lernens am Herzen.

Zusammen mit einer australischen Kommilitonin habe ich 2012 im Rahmen eines Studienprojektes sehr erfolgreich einen Workshop für Lehrkräfte in Kindergärten entwickelt. Ich schreibe ganz bewusst “Lehrkräfte”, da ich den Beruf des Erziehers gleichbedeutend sehe mit dem Beruf des Lehrers. Durch den Workshop soll Bildung für Nachhaltigkeit in Kindergärten integriert werden, sowohl in den täglichen Abläufen also auch in der thematischen Arbeit mit den Kindern.

Ich brauche Ihre Hilfe, aber vor allen Dingen Ihr Interesse an Themen nachhaltiger Entwicklung. Kann so ein Workshop die Abläufe in Ihrer Kita verbessern ? Möchten Sie das Bildung für Nachhaltigkeit in der Kita Ihres Kindes einen festen Platz bekommt ? Schlagen Sie Ihrem Kindergarten die Durchführung des Workshops vor.

Ich richte mich mit unserem Workshop Angebot zunächst an bilinguale englisch-deutsche oder internationale Kindergärten in Deutschland, da der gesamte Workshop in englischer Sprache entwickelt wurde. Im zweiten Schritt soll der Workshop in die deutsche Sprache übersetzt werden.

Bitte reichen Sie dieses Angebot an interessierte Personen weiter oder schreiben Sie mir: info@edu-seasons.com. Unten folgend gibt es eine vollständige Kopie des Workshopkonzeptes, das Sie gerne weiterleiten können.

Herzlichst,

Milena Berné

Edu-Seasons Gründerin

 

Introduction :

Early Childhood Education recognises children as competent and capable beings with the capacity to be active agents of change now and in the future. Educating young children plays a significant role in developing “healthy communities” (Friendly & Browne, 2002, p.19) and more specifically, developing a sustainable future for the world.

National and international concern for ‘healthy communities’ and sustainability has led to increased interest in Early Childhood Education for Sustainability (ECEfS). ECE in Australia has highlighted the importance of sustainability by incorporating Education for Sustainability (EfS) requirements into the new National Quality Standards and curriculum framework document. However, the EfS requirements are very general and dependent on interpretation, which leads to a lack of practical information and examples of ‘good practice’ for educators (Davis & Ferreira, 2010).

The ‘From Visions to Actions: Early Childhood Educators for Sustainability’ workshop series makes a significant contribution towards EfS by providing educators with the practical knowledge and skills to run a more sustainable ECE service, and empower children to become powerful “agents of change for sustainability” (Davis & Ferreira, 2010, p.2).

This workshop is the first of three in the series examining a whole-service and curriculum approach to ECEfS with an emphasis on inquiry learning. The workshop series anticipates a rich exchange of ideas and practical examples through its twelve experienced and/or newly trained early childhood educator participants.

To help meet the objectives of EfS, this series of workshops has been developed around inquiry learning, which serves for better thinking and problem solving skill development (UNESCO, 2006). Educators are often challenged to implement inquiry learning. Therefore, educators should strengthen their teaching skills and empower the children to become active members in our society (Gordon, 2000).

General information :

The series entails 3 x 3 hr workshops which are anticipated to be conducted across a 6 month period. Below is an outline of this series.

Workshop 1 – ‘Getting Started’ – Introductory workshop about EfS (whole-service and curriculum based approach). Focuses on developing knowledge and skills to implement sustainability within an ECE service, creating a shared vision, selecting priority issues and developing an action plan.

Workshop 2 – ‘Actions and Reflections’ – Focuses on reflection of projects implemented after workshop 1, examines barriers and challenges encountered, and continues the practice of inquiry based learning in ECEfS.

Workshop 3 – ‘Review, Reflect and Plan for the Future’ – Evaluate results of recent / ongoing projects. Use these results to plan upcoming projects and develop evaluation tools for Inquiry Learning.

This workshop series encourages early childhood educators to implement sustainability strategies into their ECE services. As educators it is important to lead by example. The authors of this workshop series therefore recommend that every attempt should be made to limit paper usage by providing participants with a resource DVD.

Throughout this workshop participants are required to take notes and make regular reflections related to their own ECE service. To assist the participants in this process a ‘Sustainability Reflection Workbook’ has been developed (see resource 1.1).

Objectives for the first 1-day workshop :

By the conclusion of this workshop participants will

•    increase their knowledge about ‘Education for Sustainability’, as it 
applies to Early Childhood Education services in the local context;exemplified through ECEfS in Australia

•    create a bank of practical ideas and acquire skills to assist educators to 
implement a more sustainable Early Childhood Education service; and

•    be enabled to network with other workshop participants and share 
examples and ideas of best practice in ECEfS.

Workshop authors :

Penelope Savage , Australia, Griffith University student

Milena Berné, Germany, Griffith University student

Edu-Seasons Dialog der Generationen – 50+ sagt “Werdet lauter und direkter !”

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Der Edu-Seasons Gastkommentar geschrieben von Gert Langer, 63 Jahre, Fachangestellter und passionierter Lebensunternehmer:

“Werdet lauter und direkter !”

 

Mein Name ist Gert Langer, ich bin fast 63 Jahre alt und noch zwei Jahre im aktiven Arbeitsleben tätig. Meine Frau und ich haben einen 3 jährigen Enkel. Mit Ihm haben wir einen Generationenvertrag geschlossen, der sich nach Deutung der Politik aber nur auf die Rentenproblematik bezieht. Das Wort Politik als Kurzdefinition bedeutet: auf die öffentlichen Belange bezogenes Planen und Handeln staatlicher oder anderer Akteure.

 

Ich habe eine völlig andere Sichtweise zum Generationenvertrag, nämlich Verantwortung füreinander zu übernehmen. Mir wird unwohl wenn ich sehe, wie staatliche Akteure dieses Wort Verantwortung definieren. Um den Zustand zu ändern, muß die junge Generation mit der älteren Generation einen völlig neu definierten Generationnenvertrag eingehen. Denn beide haben doch ein gemeinsames Ziel ” Verantwortung zu übernehmen für die Kinder, Enkel und nachfoldende Generationen.”

 

Bisher wird ein Parallelkampf geführt. Jung im Internet, alt im Sumpf der Resignation. Auf den Feldern Politik, Wirtschaft und Erziehung ist die junge Generation viel zu passiv und zu ruhig. Das hat natürlich viele Ursachen, die maßgeblich durch aktuelle Entscheidungsträger negativ beeinflußt werden.

 

Politik: junge Abgeordnete mit guten Gedanken zu nachhaltigem Handeln werden durch die alte Garde in Fraktionshaft genommen. Denn hier geht es um Macht und Besitzstände, nicht um öffentliches Interesse. Bestes und aktuellstes Beispiel Italien! Hier wird die Volksmeinung völlig karikiert und ein fast 90 Jähriger wird zum Präsidenten Italiens gewählt, weil die Volksvertreter keine Verantwortung übernehmen wollen. (Vor der Lebensleistung diese Mannes habe ich Hochachtung.)

 

Wirtschaft: immer mehr junge Menschen mit guter Ausbildung sind entweder arbeitslos oder werden durch Zeitarbeitsverträge zu willfähigen Werkzeugen gemacht. Denn nur wer feste Anstellungen hat; kann es sich auch leisten kritisch gewisse Umstände zu hinterfragen.

 

Erziehung: Lehrziele werden durch Politiker vorgegeben, die jeglichen Bezug zu Kindern und Wünschen der Jugend verloren haben.

 

Wer nur dem Kapital verpflichtet ist, kann einen Impuls zur Nachhaltigkeit im persönlichen Handeln nicht geben. Wer revolutionäres Denken nur in die Nähe von Marx-Lenin-Castro usw. rückt, läuft in eine gefährliche Sackgasse.

 

Um aber den Generationenvertrag und damit die Verantwortung der Generationen füreinander in eine fruchtbare Arbeit münden zu lassen, braucht man revolutionäre Denkweisen, denn viel Zeit bleibt beiden Partnern nicht mehr. Eine schärfere Tonart in der Auseinandersetzung mit den Bremsern dieser Entwicklung ist auch nötig.

 

Ich glaube das viele Menschen in meinem Alter weltweit mitgenommen werden wollen. Nur wir wissen nicht, wie wir an die Aktivisten für nachhaltiges Denken und Handeln kommen sollen.

 

Also liebe junge Generation, nehmt uns mit auf diese spannende Reise. Ich glaube wir sind ein nicht zu unterschätzendes Wählerpotential. Des weiteren haben wir einen unschätzbaren Voteil: Wir haben nichts zu verlieren, keinen Besitzstand, keine Privilegien. Wir sind frei in unserem Handeln und nur unserem Gewissen verpflichtet. Und viel Lebenserfahrung kann auch ein großes Vermögen sein.

 

Werdet etwas lauter und direkter. Wir warten auf Eure Angebote zur Mitarbeit. Letztendlich geht es um unsere Kinder und Enkelkinder. Dafür lohnt sich jede Aktion. Wir sind in der Mehrzahl zur Zeit noch passiv aber bald aktiv.

 

Ich glaube es bleibt spannend,

 

Euer Gert Langer

Wie unsere Sprachreisenden Nachhaltigkeit zum Thema an Sprachschulen machen

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Im November 2014 überlegten wir uns in Zusammenarbeit mit unserer neuen Partnerschule für Sprachreisen auf Malta, dem Chamber College, eine ganz besondere Aktion für den ersten Edu-Seasons Sprachreisenden, der an der Sprachschule seine Englischkenntnisse verbessern sollte.

Eine kostenfreie zweiwöchige Sprachreise mit Unterkunft und Transfer sollte derjenige geschenkt bekommen, der sich am stärksten für nachhaltige Entwicklung im täglichen Leben engagiert. Auf der Sprachreisemesse Expolingua in Berlin erhielten wir viele spannende Beiträge, die eigentlich alle einen Preis verdient hätten.

Jedoch mussten wir einen Gewinner finden. Agyman Amoore, ein 19-jähriger Abi -turient setzte sich unter allen Teilnehmern durch, weil er sich auf mehreren Ebenen der Nachhaltigkeit (sozial, kulturell, politisch, ökologisch) in seinem täglichen Leben engagiert.

Ende Mai 2015 reiste Agyman für zwei Wochen nach Malta. Als Bedingung an die Sprachreise geknüpft war eine Präsentation zum Thema Nachhaltigkeit in der Welt und im eigenen Leben. Agyman ist es dabei gelungen, die internationale Gruppe im Sprachkurs mit dem Thema zu erreichen und einzubeziehen.

Hier geht es zu Agyman’s Präsentation in Englisch:https://www.youtube.com/watch?v=AqFmXx4P6ZE

Agyman, Danke für Dein tolles Engagement und alles Gute für die Zukunft !

Eine BNE Konferenz inkl. starken Rednern, Spaß und Hoffnung

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Die Abschlusskonferenz der UN Dekade der Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) in
Deutschland
 am letzten Tag zu verlassen, vermittelt das Gefühl von „Du hast viel gehört und viel gelernt. Geh los und trage Deinen Teil dazu bei, die Welt zu verändern !“

Ich besuchte diese Konferenz sozusagen als Ausländerin, die ¾ der 10-Jahres Dekade nicht in ihrem eigenen Land verbracht hat. Frankreich, Vietnam, Mongolei, Indonesien, Australien, Oman haben mein Wissen im realen Leben bereichert und mich darin bestärkt, mich ausschliesslich für nachhaltige Entwicklung zu engagieren, egal wie “ausgeleiert” dieser Begriff ‘Nachhaltigkeit’ erscheinen mag.

Für mich steht ‘Nachhaltigkeit’ in erster Linie füreine bessere Welt, eine Welt in der es weniger Armut gibt, Chancengleichheit für Menschen in Nord und Süd, eine Welt in der es wieder mehr darauf ankommt,mitzubestimmen und sich weniger treiben zu lassen, eine Welt in der wir es schaffen das die 14.000 jungen Frauen, die sich als Bewerberinnen für Germany’s next Top Model in eine Schlage stellen auch für Klimaschutz auf die Straße gehen, eine Welt in der es wichtig ist, Nachbarn und ihre alltäglichen Probleme zu kennen. Dies alles und noch viel mehr versteht sich für mich als nachhaltige Entwicklung. Bildung für nachhaltige Entwicklung ist dafür der Motor und die lebenslange Verfügbarkeit von Wissen und Fähigkeiten, durch die wir als Gemeinschaft nachhaltig leben können.

 Als Kind der DDR, Jugendliche eines vereinigten Deutschlands und Erwachsene in einer globalisierten Welt habe ich viele Länder bereist. Als globale Touristin, Volunteer, Praktikantin, Angestellte und Selbständige sehe ich ein großes Privileg darin, viele Facetten des Lebens und Arbeitens im In-und Ausland bereits kennengelernt zu haben. Es gab dabei zwei Schlüsselmomente. 1. Als ich in Hanoi lebte und täglich im Smog versank, fragte ich mich wie es möglich ist das nach all den schlechten Erfahrungen, die bereits in der Welt gesammelt worden sind, sich ein sozialistisches Land wie Vietnam, mit allen verfügbaren Erfahrungsschätzen der letzten Jahrzehnte, nach kapitalistischen Wertnormen in einem feudalistischen Sozialsystem mit keinem ökologischen Bewusstein weiterentwickelt.

2. lernte ich in meinem australischen Studium ‘Bildung für Nachhaltigkeit’,  Leitbilder kennen, die sich stark an Zielen von Umweltbildung definiert auf einer Konferenz (Tbilisi Declaration) aus dem Jahre 1977 (!) orientieren, einer Zeit des Kalten Krieges in der man sich einig und klar darüber war, wie Umweltbildung der Zukunft aussehen sollte, so klar das es bis heute 37 Jahre danach keine klarere Zieldefinition gegeben hat. So stellte sich mir also die Frage, was wir und unsere Regierungen in den letzten 37 Jahren gemacht haben, um Umweltbewusstsein zu schaffen und nachhaltig zu leben ? Heute kämpfen wir mit Klimawandel, dem Verlust des Artenreichtums, einer Wertegesellschaft die sich an Glitter und Konsum orientiert und einer steten Politikverdrossenheit.

Deshalb muß Bildung für nachhaltige Entwicklung oder einfach Bildung der Zukunft mehr Menschen erreichen, und von ihnen mitdiskutiert und mitbestimmt werden. Hier also einige kurze Notizen von der Konferenz für Sie:

Resultate der Bildung für nachhaltige Entwicklung

(BNE) nach 10 Jahren

1.    Mehr BNE in den Bildungsbereichen erkennbar

2.    Vertiefte Einsicht in die Notwendigkeit von BNE in nachhaltiger Entwicklung

3.    Verstärktes Engagement in der Politik

4.    Enstehung von Netzwerken

5.    Bedeutung der lokalen Ebene hervorgehoben

6.    Systemische Verankerung von BNE

7.    Neue Lernformen haben sich etabliert

Aufgaben:

Bildungspläne, Standards, Q-Indikatoren

Berufliche Bildung, Hochschule,  Ausbildung von Lehrkräften, Internationalisierung

Handlungswirksames Wissen vermitteln

Den Druck aus der Zivilgesellschaft erhöhen, daß das Thema BNE von der Wirtschaft angenommen wird

Definition BNE muss überdacht werden, sollte allgemeinverständlich und nicht zu kompakt sein

Erfolgreiches Programm “Lernen vor Ort” in die Breite tragen, Verbesserung des Bildungsmanagements in den Kommunen, Schwerpunkt BNE Bewusstseinswandel ist ein sehr wichtiges Thema und muß die Zivilgesellschaft erreichen.

Zeitschiene

Prof. de Haan sagte sehr schön “30 Jahre braucht die Umsetzung neuer Bildungskonzepte, 20 Jahre sind um, 10 Jahre brauchen wir noch “.

Sonstige Beobachtungen

Die Wirtschaft ist auf der Konferenz unterrepräsentiert….

Welche neuen Kompetenzen brauchen wir ?

Riskokompetenz

Gesundheitskompetenz

Finanzkompetenz

Digitale Risikokompetenz

Fertigkeiten:

Statistisches Denken

Faustregeln

Psychologie des Risikos

Implementierung:

Beginnend mit der ersten Klasse

Guter Unterricht beginnt mit Geschichten

Integrativ: Lehrer als Vorbild

Positive Fehlerkulturen vs. German Angst

Wenn man das Problem bekommt, weckt es Innovation und Denken

BUCHTIPP !! Gerd Gigerenzer – Risiko

Zitat

“Nachhaltigkeit bedeutet nicht Beschränkung und Verzicht, sondern Verantwortung und Vernunft.” Bundespräsident Joachim Gauck

Es grüßt Sie herzlichst,

Milena Berné

Edu-Seasons

 

 

 

 

 

 

Edu-Seasons bloggt bei Utopia.de

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Seit dem Vision Summit 2008 verfolge ich die Aktivitäten von Claudia Langer und ihrem www.utopia.de, dem Internetportal für strategischen Konsum und nachhaltigen Lebensstil. Ich war von Anfang an begeistert davon, wie Frau Langer sich aufmachte und mit ihrem Portal die Welt verändern wollte. Sie und ihre Mitarbeiter leben Bildung für Nachhaltigkeit.Meine Edu-Seasons Rubrik “Bildung für Nachhaltigkeit Alphabet” habe ich ins Utopia ausgelagert, weil Bildung Konsum beeinflusst. Zwischen Zero Waste, Bio-Salami, Solarstrom und “Taeglich grüsst der Schweinehund” ist Edu-Seasons mit den Gedanken zur Bildung für Nachhaltigkeit in guter Gesellschaft.

Werden Sie Utopist und diskutieren Sie mit http://www.utopia.de/blog/edu-seasons/bildung-fuer-nachhaltigkeit-alphabet3

Herzlichst mit Blume,

Milena Berné

Wanted! English speaking kindergarten worldwide-ECE Educators for Sustainability

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Do you want to become part of our global project and network ?

From Visions to
Actions:

Early Childhood
Educators for Sustainability

We, two Griffith University (Australia) students, developed an Education for Sustainability (EfS) workshop dedicated to help early childhood educators around the world running a more sustainable ECE service and to implement EfS relevant teaching and learning strategies into the curriculum.

Please send us a short application together with some key information about your institution to: info@edu-seasons.com . 

What are your objectives after running the workshop ? 

The first 3 one-day workshops will be offered for FREE.

We would like to reach out to as many ECE services worldwide as possible and our vision is to build a large network for best practice exchange in Education for Sustainability in ECE. With the money we can raise, we intend to create 2 more workshops as part of the series.

What can you expect to get for your ECE service ?

Introduction :

Early Childhood Education recognises children as competent and capable
beings with the capacity to be active agents of change now and in the future.
Educating young children plays a significant role in developing “healthy
communities” (Friendly & Browne, 2002, p.19) and more specifically,
developing a sustainable future for the world.

National and international concern for ‘healthy communities’ and
sustainability has led to increased interest in Early Childhood Education for
Sustainability (ECEfS). ECE in Australia has highlighted the importance of
sustainability by incorporating Education for Sustainability (EfS) requirements
into the new National Quality Standards and curriculum framework document.
However, the EfS requirements are very general and dependent on interpretation,
which leads to a lack of practical information and examples of ‘good practice’
for educators (Davis & Ferreira, 2010).

The ‘From Visions to Actions: Early Childhood Educators for Sustainability’
workshop series makes a significant contribution towards EfS by providing
educators with the practical knowledge and skills to run a more sustainable ECE
service, and empower children to become powerful “agents of change for
sustainability” (Davis & Ferreira, 2010, p.2).

This workshop is the first of three in the series examining a whole-service
and curriculum approach to ECEfS with an emphasis on inquiry learning. The
workshop series anticipates a rich exchange of ideas and practical examples
through its twelve experienced and/or newly trained early childhood educator
participants.

To help meet the objectives of EfS, this series of workshops has been
developed around inquiry learning, which serves for better thinking and problem
solving skill development (UNESCO, 2006). Educators are often challenged to
implement inquiry learning. Therefore, educators should strengthen their
teaching skills and empower the children to become active members in our
society (Gordon, 2000).

General information :

The series entails 3 x 3 hr workshops which are anticipated to be conducted
across a 6 month period. Below is an outline of this series.

Workshop 1 – ‘Getting Started’ – Introductory workshop about EfS
(whole-service and curriculum based approach). Focuses on developing knowledge
and skills to implement sustainability within an ECE service, creating a shared
vision, selecting priority issues and developing an action plan.

Workshop 2 – ‘Actions and Reflections’ – Focuses on reflection of projects
implemented after workshop 1, examines barriers and challenges encountered, and
continues the practice of inquiry based learning in ECEfS.

Workshop 3 – ‘Review, Reflect and Plan for the Future’ – Evaluate results
of recent / ongoing projects. Use these results to plan upcoming projects and
develop evaluation tools for Inquiry Learning.

This workshop series encourages early childhood educators to implement
sustainability strategies into their ECE services. As educators it is important
to lead by example. The authors of this workshop series therefore recommend
that every attempt should be made to limit paper usage by providing
participants with a resource DVD.

Throughout this workshop participants are required to take notes and make
regular reflections related to their own ECE service. To assist the
participants in this process a ‘Sustainability Reflection Workbook’ has been
developed (see resource 1.1).

 

Objectives for the first 1-day workshop :

By the conclusion of this workshop participants will


increase their knowledge about ‘Education for Sustainability’, as it
applies to Early Childhood Education services in Australia;


create a bank of practical ideas and acquire skills to assist educators to
implement a more sustainable Early Childhood Education service; and


be enabled to network with other workshop participants and share 
examples
and ideas of best practice in ECEfS.

 

Workshop authors :

Penelope Savage , Australia,
Griffith University student

Milena Berné, Germany, Griffith University
student

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